Die Korrektur des HorizonTs:

  • Christina Vettorazzi, Literatur in Tirol

    “Als Rezensent*in könnte man unglaublich viel über dieses Buch schreiben. Man könnte es mit Adjektiven wie unglaublich oder herausragend versehen. Man könnte sagen, dass es nah am Leben gebaut ist. Man könnte darin eine Geschichte über das Frausein sehen. Und zugleich kann man diesen Roman niemals auch nur ansatzweise in irgendeiner Form erfassen, besser formuliert, ihm irgendwie gerecht werden.”

  • Bernhard Flieher, Salzburger Nachrichten,

    “Minu Ghedina, geboren in Kärnten, aber seit langem in Tirol daheim, gelingt es, in jedem Satz unsentimental, aber mit feinen poetischen Bildern zu zeigen, wie Kindheit nachwirkt, wie die frühen Jahre uns prägen. Das könnte bei einer Kindheit wie der von Ada leicht auch im Desaster enden – und tut es in der Literatur auch oft. Nicht bei Ghedina. Bei ihr lässt sich aus Verwundungen auch Stärke ziehen, weil sie weniger die Betrübnisse, sondern die Schönheiten des Lebens sieht.”

  • Brigitte Tahler, Tyrolia Buchhandlung

    Brigitte Tahler, Tyrolia Buchhandlung

    “Die Sprache ist höchst poetisch, die Wortkreationen einmalig: 'Berlin hing abendnah.' Wird es jemals auch für Ada die Konstellation Vater-Mutter-Kind geben? Kann sie sich von F. lösen? Gibt es ein Anrecht auf Glück? Mein absolutes Jahreshighlight!”

  • Karin Waldner-Petutschnig, Kleine Zeitung

    “Es sind Themen der bildenden Kunst wie Farbe, Stofflichkeit, Schönheit, die Ghedinas Sprache zum Leuchten bringen, fast haptisch erlebbar machen. Bildmächtig und poetisch erzählt sie davon, wie sehr die Kindheit ein Leben prägt und wie bereichernd die Zauberwelt des Theaters sein kann.”

  • Tamara Schatajew, AEP lnformationen

    “Minu Ghedinas Roman ist eines der bildreichsten und emotionalsten Bücher, die ich jemals gelesen habe. Adas Geschichte, ihre Entwicklung vom Kind zur jungen Frau, berührte mich zutiefst. Leser

    können sich sehr gut in Adas Gefühlswelt hineinversetzen und fühlen lange mit. Minu Ghedinas sprachliches Meisterwerk umfasst 85 Kapitel auf 507 Seiten.”

  • ch wurde heute nach meinem persönlichen Highlight der Neuerscheinungen des dahinschmelzenden Jahres gefragt. Selten kam meine Antwort so ad hoc und spontan. (...)  Minu Ghedina, die mich mit ihrem Debütroman „Die Korrektur des Horizonts“ Otto Müller

    Buchhändler Hauke Harder, Leseschatz Blog

    “Ich wurde heute nach meinem persönlichen Highlight der Neuerscheinungen des dahinschmelzenden Jahres gefragt. Selten kam meine Antwort so ad hoc und spontan. (...) Minu Ghedina, die mich mit ihrem Debütroman „Die Korrektur des Horizonts“ (Otto Müller Verlag) sehr überrascht hat. Ein ganz feinfühliger und wunderschön erzählter Roman. Ein wunderbarer Leseschatz, der tiefgründig und facettenreich ist. Die Figurenzeichnung ist sehr empathisch und Ada wächst beim Lesen immer mehr ins Herz ihrer Zuhörer. Die Schönheit, die neben den Schmerzmomenten immer mehr an Wichtigkeit erlangt, wird sinnlich und kunstvoll in Literatur verwandelt.”

  • Minu Ghedina im Interview

    Agnes Czingulszki, Bezirksblätter Tirol

Am RandE das Licht:

  • “Am Rand das Licht“ beschreibt den biographischen Zustand wie bei eainer Dämmerung, aus der sich aus der Dunkelheit langsam die Farben, das Licht und die Konturen herauslösen. Ein kunstvoller Coming-of-Age-Roman, der einen Protagonisten präsentiert,

    Buchhändler Hauke Harder, Leseschatz Blog

    Am Rand das Licht“ beschreibt den biographischen Zustand wie bei eainer Dämmerung, aus der sich aus der Dunkelheit langsam die Farben, das Licht und die Konturen herauslösen. Ein kunstvoller Coming-of-Age-Roman, der einen Protagonisten präsentiert, der nach dem bekanntesten Werk von Michelangelo benannt wurde. Ein David, der aber noch nicht sein Selbst gefunden hat. Schaut man sich die Monumentalstatue genau an, ist neben der Stärke auch eine Zartheit und Unsicherheit zu erkennen. Das Standbein benötigt statischen Halt und Michelangelo hat den David so perfekt aus dem Marmor befreit, dass sogar die Haut die darunterliegenden Adern erkennen lässt. So wächst auch der David von Minu Ghedina aus den Zeilen lebendig hervor und erinnert an Hesses Demian, der fragt: „Ich wollte ja nichts als das zu leben versuchen, was von selber aus mir heraus wollte. Warum war das so schwer?“. Somit ist auch erneut der Bezug zu Michelangelo zu erkennen, denn der bedeutendste Künstler sah im rohen Marmor bereits das Werk, das lediglich nur befreit werden müsste.

    (….)

    Sich finden, einordnen und dennoch abgrenzen ist ein Weg, der schmerzhaft sein kann. Es ist der zweite Roman von Minu Ghedina. Nach „Die Korrektur des Horizonts“ hat sie erneut einen sehr feinfühligen Roman geschrieben. Nach Ada kommt nun David, der die Brüchigkeit und Festigkeit des Lebens erspüren soll. Minu Ghedina schreibt tiefgründig und facettenreich. Die Charakterisierungen sind glaubhaft und empathisch. Davids suchender Weg geht über Liebe, Kunst und Selbstfindung. Minu Ghedina hat einen ganz lieben Gruß zu uns nach Kiel eingebaut. Kiel taucht namentlich kurz auf und ein Buchhändler, bei dem David arbeitet, ist durch mich inspiriert worden und wer mich kennt und die Zeilen liest, wird mich erkennen können. Vielen Dank, liebe Minu Ghedina!

    Ein fein herausgearbeiteter Roman, der sich vor dem Lebensweg, der Kunst, der Familie und der Liebe verneigt.

  • BUCHHANDLUNG Rapunzel Dornbirn

    Es hat eine Zeit gedauert, bis ich dieses Buch zur Hand genommen habe. Ich hatte Angst davor, dass es mir nicht so gut gefallen könnte wie das Debüt „Die Korrektur des Horizonts“ zum einen und zum anderen wollte ich Ruhe und Zeit zum lesen haben.

    Beides hatte ich die letzten Tage und meine Angst war umsonst.

    David wächst behütet in einer liebevollen Familie mit Mutter, Vater und Großvater auf. Sein Vater weckt in ihm die Liebe zur Kunst und durch seinen Großvater lernt er den Wald lieben und Ehrfurcht vor der Schöpfung zu haben. Der Name „David“ wurde von den Eltern ausgewählt, weil sie große Verehrer von Michelangelos Kunst sind. Als David mit seinem Vater in Florenz vor dem steinernen David steht, spürt er, dass er die Last des Vergleichs nicht tragen kann und will, obwohl niemand von ihm erwartet, dieser Davidskulptur ähnlich zu sein oder solch eine Figur zu erschaffen. Aber trotzdem ist diese Erwartung da, ein anderer sein zu sollen, sich für oder gegen etwas entscheiden zu müssen.

    Wir beobachten David beim Aufwachsen und Erwachsenwerden und ich fühlte wieder die Unsicherheit und Wankelmütigkeit, die mich als Jugendliche plagten, die Sorge, keinen Platz im Leben zu finden.

    Manchmal hätte ich David am liebsten geschüttelt: Hey, jetzt sei doch nicht so empfindlich und kompliziert! Um mich gleich darauf zurückzunehmen und mich für diese unsensiblen Gedanken zu genieren 😅.

     

    Ich habe so viel für mich aus diesem Buch mitnehmen können und wünsche, dass es euch, wenn ihr es zur Hand nehmt, ebenso ergeht.

     

    Danke @minu.ghedina! (Auch dafür, dass du die Figur des Buchhändlers so wunderbar gezeichnet hast! ❤️)

  • Buchhändler*in 1526676, NetGalley

    "Am Rande das Licht" zeichnet das sensible Porträt des jungen David, der im Zwiespalt zwischen seiner Liebe zur Natur und seiner Liebe zur Bildhauerei, vom Vorbild seines Namenspatrons (Michelangelos weltberühmte Statue) belastet, von zwischenmenschlichen Irrungen und Wirrungen bedrängt, darum kämpft, seinen eigenen Weg im Leben zu finden. Minu Ghedina zeigt sich dabei als kenntnisreiche Beobachterin und Beherrscherin der feinen Klinge, die dem Zarten und Zwischen-den-Zeilen-Verborgenen ebenso seinen Platz zugesteht wie einer nuancierten Personenzeichnung. Poetisch zart und zugleich ganz lebensnah erzählt die Autorin auf diese Weise die facettierte Geschichte der inneren Reifung eines jungen Mannes, dessen ganz persönliche Sinnsuche letzlich um nichts weniger kreist als um die essenziellen Fragen des menschlichen Daseins.

  • Auszug - Kerstin Elferink @buch_im_koffer, Buchbloggerin

    Wenn dieser sonnig-warme Herbst ein Buch wäre, dann wäre er genau das hier! Ganz viel Wärme, Liebe und Schönheit, ein bisschen Wehmut, Zaudern, Unsicherheit, ein Hauch von Melancholie. Und immer wieder: das Licht, das sich seinen Weg bahnt, die Momente erhellt und ein wohligwarmes Gefühl in Bauch und Herz erzeugt. Lunbez. Werbung, Rezensionsexemplar

    Die Erzählsprache dieses Romans ist ein Kunstwerk für sich! Minu Ghedina schreibt in einer poetischen, bildgewaltigen und intensiven Art, dass man sich nicht „sattlesen" kann. Ein Satz schöner als der nächste und mehr als einmal musste ich innehalten, atmen, lächeln, weiterlesen. Ein Roman, der seine Zeit braucht, um sich voll zu entfalten und zu wirken.

    Selten hat mich ein Roman emotional auf so viele Arten ergriffen, wie dieser hier. Ich möchte diesen David in den Arm nehmen und ihm Zuversicht zusprechen, mit dem Großvater durch den Wald gehen und von ihm lernen, mit dem Vater ein Museum besuchen und seine Version zum Kunstwerk hören. Und ich möchte David sagen, dass er auf seine Art genau dieser David ist, den Michelangelo da geschaffen hat.

    Ein wunderschöner Coming-of-Age Roman, der sich so perfekt in die Herbststimmung einfügt, dass es eine wahre Freude ist! Leseempfehlung, Jahreshighlight.

  • Auszug - Marco Lombardi @alpenlandkunst,Buchblogger

    “Es ist ein Coming-of-Age Roman der ganz besonderen Art. Die Autorin, selbst Bildhauerin, lässt uns an ihrer Liebe zur Kunst teilhaben und stellt die Möglichkeit bereit, in diese (für mich) unbekannte Welt zwischen Marmor und Meisel einzutauchen.

    Die Sprache ist eine Wucht mit derart poetischen und wunderbaren Sätzen, jeder einzelne eine Kunstform für sich, die eingerahmt werden möchten. So wie Michelangelo bereits im rohen Stein das Werk sah, so befreit @minu. ghedina die Sprache von Ballast und lässt sie in ihrer eigenen Pracht erstrahlen. Manchmal, das muss ich zugeben, war es beinahe schon eine erschlagende literarische Kraft, die mich das Buch auskosten ließ - und auch dementsprechend langsam war der Leseprozess, bei dem ich mir tatsächlich von Zeit zu Zeit im Stillen gewünscht hatte, die Geschichte möchte sich straffen. Zum Glück tat sie das aber nicht, und so konnten diese wunderbaren Zeilen knappe

    400 Seiten lang dazu dienen, den David zu formen, und das Leseherz zu beglücken.

    Das ist pure Kunst!

    Ganz große #Leseempfehlung und vielen Dank an den Verlag, für die Anfrage und das Bereitstellen des Leseexemplars. Es bekommt einen ganz besonderen Platz in meiner Bibliothek.”

  • Auszug: @itsaboutlovingliterature

    „Letztendlich bleiben wir, was wir sind“

    Wiederholt trifft man auf diesen Satz, der ins einer Einfachheit so viel Tiefe hat. Ein paar Worte, so viel gesagt, auf den Punkt gebracht, was im Mittelpunkt des Coming-Of-Age-Romans von Minu Ghedina steht.

    …..Das hier die einzelnen Situationen und auch die familiären Verstrickungen recht klassisch gewebt sind, mag man vielleicht kritisieren, verstellt aber den Blick auf den besonderen Tonfall und die feine Gemachtheit des Textes,der gängigen literarischen Moden trotzt.

    Die Erzählerin schwebt, tänzelt, und wirft einen liebevollen Blick auf seine Hauptfiguren. Stilistisch im positiven Sinne aus der Zeit gefallen – wer Stefan Zweig oder Hermann Hesse mag, wird diesen Text lieben. Die Sprache ist bildreich und sinnlich - man hört, schmeckt, fühlt, sieht.

    Am Ende wünscht man sich, man säße in diesem Waldhaus, man könnte das Licht sehen, das durch den Raum wandert - man wünscht sich auch, dass Minu Ghedina noch mehr Welten mit ihrer Sprache zaubert.”